#1 Anno 1701 von MatthiasB 11.11.2008 17:26

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Im Auftrag der Königin gründet jeder Spieler eine Siedlung und errichtet eine florierende Handelsstadt. Werkzeuge, Ziegel und Holz werden zum Ausbau der Stadt benötigt. Bald werden Tabak und Rum gefordert ...

Was Ihre Siedlung nicht hervorbringt, müssen Sie auf Handelsfahrten besorgen. Also rüsten Sie Schiffe aus und gehen auf große Fahrt. Was werden Sie wohl entdecken? Fruchtbare Kolonien, in denen Sie Kontore errichten? Oder stoßen Sie unterwegs auf bis an die Zähne bewaffnete Piraten? Werden Sie es sein, der am Ende die Gunst der Königin erlangt?

Seit seinem Erscheinen im Herbst 2006 bricht das PC-Spiel ANNO 1701 alle Rekorde. Klaus Teuber ist es nach der Umsetzung als „Kartenspiel für 2“ gelungen, den Spielreiz und Spielspaß des PC-Spiels auch auf ein Brettspiel für 3 bis 4 Spieler zu übertragen. Hierbei nutzt er die Grundelemente des beliebten „Siedler von Catan“-Spiels, entwickelte aber dank neuer spielerischer Elemente ein völlig eigenständiges Spiel.

Erleben Sie die gesamte Vielfalt von ANNO 1701 und den Siedlern von Catan.

Typ: Strategiespiel
Verlag: Kosmos
Spielerzahl: 3-4
Alter: ab 10 Jahren
Autor: Klaus Teuber
Webseite: http://www.kosmos.de/kosmos/wrs/wrs.nsf/...cument&_lang=DE
Boardgamegeek: http://www.boardgamegeek.com/game/31897

Durchschnittsnote Mister-X: nicht bewertet

Matthias

#2 RE: Anno 1701 von MatthiasB 11.11.2008 17:32

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Spielekritik Ausgepackt, geschrieben von Jens Bruhse:

Im Brettspiel ANNO 1701 haben die Spieler im Auftrag der Königin mit ihren Schiffen eine ferne Inselwelt zu erkunden und neue Kolonien zu gründen. Denn auf der Heimatinsel mangelt es ständig an Tabak, Rum und Gold. Diese Waren werden dringend benötigt, damit aus Siedlern Bürger, Kaufleute oder Aristokraten werden. Wenn die Königin mit ihnen zufrieden ist, steigen sie in ihrer Gunst. Also, Leinen los und den Piraten und Wirbelstürmen trotzen.
Ziel von ANNO 1701 ist es, 5 mal das Wohlwollen der Königin (in Form von gesetzten Gunststeinen) zu erringen. Die Königin belohnt mit ihrer Gunst, wenn Bürger, Kaufleute oder Aristokraten angesiedelt werden, die Seemacht oder die Handelsmacht errungen wird, das Volk zufrieden ist und die Königin eine Goldspende erhält.
Der Spielzug eines Spielers gliedert sich in 3 Phasen.
In der Ertragsphase erhalten alle Spieler die Waren ihrer Landschaften, deren Zahl gewürfelt wurde. Jedoch wird bei 2, 7 oder 12 eine Ereigniskarte gezogen. Die Anweisungen müssen von allen Spielern direkt befolgt werden. So gehen im Feuer eigene Waren verloren, für zufriedene Einwohner erhalten die Spieler Gold oder die Königin lässt sich ihre Gunst mit Gold bezahlen.
Aber Achtung! Wer im Spielverlauf weniger als 3 Gold besitzt, muss sein Dorfzentrum mit dem Aufruhrkärtchen abdecken. Der Spieler erhält dann keine Warenerträge, wenn eine 6 oder 8 gewürfelt wird.
In der Aktionsphase stehen 5 Aktionen zur Verfügung. Diese müssen nicht, dürfen aber in beliebiger Reihenfolge und Häufigkeit ausgeführt werden.
Mit der Aktion Handeln kann der Spieler, der am Zug ist, mit seinen Mitspielern Waren und / oder Gold tauschen. Die Bedingungen werden frei ausgehandelt.
Für 1 Gold kann der Spieler Ausbaukärtchen kaufen. Für 2 Gold, und das ist nach meiner Meinung die bessere Alternative, zieht er 3 Kärtchen und wählt das für ihn Beste aus. Die Ausbaukärtchen sind Voraussetzung um weitere Gebäude zu bauen. Die erworbenen Ausbaukärtchen werden verdeckt auf dem Siedlungstableu platziert.
In der Aktion Bauen können Einwohner, Gebäude und Schiffe gebaut werden. Die benötigten Waren sind auf der Rückseite des Kärtchens abgebildet. Außerdem können verschiedene Gebäude mit unterschiedlichen Vorteilen und Begünstigungen gebaut werden. Ein Schiff darf gegen Bezahlung von je einem Holz, Tuch und Werkzeug gebaut werden.
In der Aktion Vorteile der Gebäude nutzen, kann der Spieler die auf dem Gebäudekärtchen beschriebenen Vorteile 1x pro Spielzug nutzen.
Mit der Aktion Goldspende an die Königin spendet ein Spieler den auf der Gunstpunktetafel angegebenen Betrag an die Königin. Dafür darf er einen Gunststein auf das entsprechende Feld setzen. Jedoch erwartet die „verwöhnte Königin“ von den folgenden Mitspielern immer höhere Goldspenden. Bestimmte Gebäude senken die Spende herab.
Die Schifffahrtsphase:
Jedes Schiff hat auf dem Spielplan eine Grundgeschwindigkeit von 4 Zügen. Jedes Segelsymbol auf den Gebäudekärtchen erhöht die Geschwindigkeit um einen Zug. Zieht ein Schiff auf einem Meeresfeld mit Anker, kann der Mitspieler sich die angrenzenden Inselkarten ansehen und somit die Insel quasi „entdecken“. Danach kann der Spieler sich entscheiden, ob er dort sofort oder später eine Kolonie gründen möchte. Zieht ein Spieler auf ein Meeresfeld mit Fragezeichen, nimmt er eine Begegnungskarte vom Stapel und befolgt die Anweisungen. Beim „Freien Händler“ kann er eine Ware gegen Gold tauschen. Rettet er „Schiffbrüchige“ erhält der Spieler zur Belohnung Gold. Trifft der Mitspieler auf„Piraten“, muss er mit Kanonen und Würfelglück gegen diese kämpfen. Den „Wirbelsturm“ kann der Spieler nur mit ausreichenden Segeln trotzen.
Das Spiel endet, wenn ein Spieler seine 5 Gunststeine gesetzt hat und das Dorfzentrum nicht mit dem Aufruhrkärtchen abgedeckt ist.
Fazit und Bewertung:
Nachdem sich die 3-4 Mitspieler 20–30 Minuten mit den Spielregeln und dem Spielmaterial von ANNO 1701 vertraut gemacht haben, können sie eine cirka 75-120 Minuten dauernde Partie beginnen. Im Gegensatz zum Vorgängerspiel ANNO 1503 darf nun zwischen den Mitspielern gehandelt werden! Das Spiel bietet viele Möglichkeiten und Taktiken um zum Sieg zu gelangen. anders und das Spiel wird nie langweilig. Und plötzlich gewinnt dann ein Spieler der augenscheinlich nicht in Führung lag. Somit spricht ANNO 1701 aus dem Kosmos-Verlag auch den routinierten Vielspieler an.

Wertung: 4.5 / 6

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