#1 Loch Ness von Vorstand 15.01.2012 09:52

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Loch Ness


Spielen Sie gerne Spiele einfach so zum Spaß, um ein bisschen lachen oder fluchen zu können? Spiele, in denen Sie zwar ein wenig das Schicksal beeinflussen können, aber doch hauptsächlich vom Glück abhängig sind? Falls ja, dann dürfte Ihnen „Loch Ness“ viel Freude bereiten. Wenn bei Ihnen allerdings Taktik und Vorausplanung zu einem guten Spiel dazugehören, dann werden Sie vermutlich verständnislos den Kopf schütteln und nicht verstehen können, wieso Menschen bei diesem Spiel ganz schön emotionsgeladen am Tisch sitzen.
Dass Nessie im Loch Ness in Schottland lebt, ist ja eine bekannte Tatsache. Na ja, oder Fast-Tatsache. Denn richtig gute Bilder vom Unge-heuer von Loch Ness hat noch nie jemand gemacht. Deswegen sind die Spieler als Fotografen rund um den See unterwegs. Drei Kameras können sie aufstellen und hoffen, dass Nessie vor ihrer Linse auf-taucht.
Wie weit sich Nessie bewegt, steu-ern die Spieler selber. Verdeckt sucht sich nämlich ein jeder eine seiner Karten mit den Werten von 1 bis 5 heraus – und wenn alle Ka-meras platziert sind, wird aufge-deckt, addiert, Nessie bewegt sich entsprechend viele Felder und taucht dann auf.
So einfach spielt sich „Loch Ness“. Der Jubel oder Frust am Tisch ent-steht durch die Richtig – oder Falscheinschätzung der Zugweite. Habe ich meine Mitspieler und de-ren Kamerapositionen richtig ge-deutet – oder haben sie doch eine ganz andere Nessie-Kate gespielt, als ich dachte?
Ein paar kleine Zusatzgimmicks erlauben es einem Spieler die Nes-sie-Karte eines Mitspielers zu se-hen, einmalig eine zusätzliche Ka-mera zu nutzen oder die Zugweite des Ungeheuers nachträglich zu verlängern.
Ziel der Fotografen ist es, zum ei-nen Punkte zu machen (in dem sie in dem Bereich des Sees stehen, an dem Nessie auftaucht) und zum anderen Bonuspunkte in Form ei-nes Foto des Ungeheuers zu machen (wenn sie genau vor dem Feld ste-hen, auf dem Nessie auftaucht). Wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt.
Mehr als ein lockeres, kaum kalku-lierbares Wettspiel ist „Loch Ness“ nicht – und will es auch gar nicht sein. Doch immer wieder haben wir es in unseren Testpartien erlebt, dass das Spiel die Menschen in zwei Lager spaltet: die Spaßfraktion und die Taktikfraktion. Während die einen es immer wieder als Absacker spielen, rühren die ande-ren es nie wieder an. Und das wäre eigentlich schade.

2 -3 Punkte
Andreas Haaß

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