#1 Fürstenfeld von Vorstand 15.01.2012 09:51

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Fürstenfeld


Das Spiel Fürstenfeld von Friede-mann Friese ist im hauseigenen 2F – Verlag erschienen. Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Fürsten, die auf dem eigenen Baufeld Ge-treide zur Bierherstellung anbauen. Diese Felder können auch durch diverse Ausbauten belegt werden. Gewinner ist der Fürst, der als erstes sechs Palastteile gebaut hat. Der Spielablauf in groben Zügen wie folgt: Zuerst werden die Rohstoffe geerntet, diese werden an eine Brauerei in einem speziellen Marktmechanismus verkauft und gegen Taler getauscht. Mit diesen Talern kann man nun die Ausbau-ten aus seinem vorher teilweise zu-sammen gestellten Kartendeck vornehmen. Hier sind auch die Palastteile dabei, die man (in einer festen Reihenfolge) auf die Felder bauen soll. Problem hierbei ist, dass ein Palastteil immer auf eins der sechs Felder gelegt werden muss. Beispiel: Würde man ein Palast auf die Gerste legen, kann man in der nächsten keine Gerste verkaufen und so natürlich keine Einnahmen erzielen. Die Karten wiederum si-chern wie z.B. die Bank Bonuseinnahmen oder sichern Ra-batte (Baukran). Dadurch, dass es nur sechs Baufelder gibt, muss man sich fast jede Runde entscheiden, wo etwas überbaut werden soll. Das eigene Kartendeck wird vor dem Spiel teilweise zusammengestellt und nicht mehr gemischt, so dass man z. B. die Reihenfolge des Erscheinens der Palastkarten steu-ern kann. Die Spielanleitung bietet eine Einstiegsversion an, bei der die nummerierten Palastkarten keine festen Plätze haben, in der er-weiterten Regel sind den Palästen die Plätze eins bis sechs fest zuge-ordnet, so dass man eventuell auf den nächsten Palast in seinem Kar-tendeck zu lange warten muss.
Fürstenfeld ist ein sehr kurzweiliges Gesellschaftsspiel. In den zahl-reichen Testspielen gab es meist relativ überraschende Sieger. Der etwas komplizierte Marktmecha-nismus in den Brauereien bedarf einiger Routine, ansonsten ist das Spiel schnell erlernbar. Wie immer beim Autor Friedemann Friese fin-de ich die Spielanleitung sehr un-übersichtlich und oft zweideutig. Ob alle Ausbaukarten für einen immer wertvoll sind, möge jeder selbst entscheiden. Die angegebene Spieldauer mit einer Stunde ist rea-listisch. Bei mehr Spielern entsteht etwas mehr Spannung durch plötz-liche Kursänderungen, ansonsten gibt es keine größeren Unterschie-de, ob zu zweit oder zu fünft ge-spielt wird. Fürstenfeld kann ich abschließend komplett empfehlen und stellt eine gelungene Mischung aus Lege-, Karten- und Glücksspiel dar.

5 Punkte
Wilfried Nelles

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